Wells-Score für LE
Objektiviert das Risiko einer Lungenembolie (LE). Hilft bei der diagnostischen Abklärung durch Prädiktion der Vortestwahrscheinlichkeit (D-Dimer vs. CT-Angiographie).
Klinische Zeichen und Symptome einer TVT
LE ist die wahrscheinlichste Diagnose ODER ebenso wahrscheinlich
Herzfrequenz > 100/min
Immobilisierung (≥ 3 Tage) oder chirurgischer Eingriff in den letzten 4 Wochen
Frühere, objektiv diagnostizierte LE oder TVT
Hämoptysen
Malignom mit Behandlung innerhalb der letzten 6 Monate oder palliativ
0
Punkte
Risiko wird analysiert…
3-stufige Inzidenz: -%
2-stufige Interpretation: -%
| Score (3-stufig) | Risikogruppe | Empfohlenes Vorgehen |
|---|---|---|
| 0 – 1 | Geringes Risiko | D-Dimer-Testung zum Ausschluss einer LE erwägen. Alternativ die PERC-Rule in Betracht ziehen. |
| 2 – 6 | Mittleres Risiko | Hochsensitive D-Dimer-Testung oder CT-Angiographie (CTA) erwägen. |
| > 6 | Hohes Risiko | CTA erwägen. Eine D-Dimer-Testung wird nicht empfohlen. |
1
Primärer klinischer Verdacht: Es muss zunächst ein klinischer Verdacht auf eine LE bestehen, bevor der Wells-Score angewendet wird. Er sollte nicht pauschal bei allen Patienten mit Brustschmerzen oder Dyspnoe angewandt werden.
2
Subjektivität: Das Tool wird häufig für das subjektive Kriterium „LE ist die wahrscheinlichste Diagnose oder ebenso wahrscheinlich“ kritisiert, da dies stark auf der klinischen Einschätzung (Gestalt) des Arztes beruht.
3
Altersadjustiertes D-Dimer: Für Patienten > 50 Jahre in Gruppen mit geringem Risiko sind altersadjustierte D-Dimer-Grenzwerte validiert. Formel: Alter (Jahre) × 10 µg/L = Cut-off.
4
Diagnostik: Bei instabilen Patienten dürfen Reanimationsmaßnahmen niemals für diagnostische Tests verzögert werden.