Natrium Korrektur
Berechnet den tatsächlichen Natriumspiegel bei Patienten mit Hyperglykämie. Richten Sie Ihre Flüssigkeitstherapie nach dem korrigierten und nicht nach dem gemessenen Natriumwert.
Gemessenes Natrium (Na)
Serumnatrium aus Laborergebnissen
Serumglukose
Blutzucker in mg/dL
–
mEq/L
Wird analysiert…
Katz-Formel (Klassisch): -%
Hillier-Formel (Modern): -%
| Klinischer Status (Katz korrigiert) | Empfohlene Maßnahme |
|---|---|
| Hyponatriämie (< 135 mEq/L) | Pseudohyponatriämie ausschließen (Osmolalität prüfen) und gezielte Therapie planen. |
| Normal (135 – 145 mEq/L) | Eovolämischer Zustand. Fokus auf Glukosekontrolle und Überwachung des Flüssigkeitshaushalts. |
| Hypernatriämie (> 145 mEq/L) | Echte Hypernatriämie. Freies Wasserdefizit berechnen und entsprechende Flüssigkeitssubstitution (z. B. 0,45 % NaCl) beginnen. |
1
Gefahr der Pseudohyponatriämie: Hyperglykämie führt zu einer osmotischen Verschiebung von Wasser aus dem Intra- in den Extrazellularraum, was eine Verdünnungshyponatriämie erzeugt. Es liegt kein echtes Natriumdefizit vor, die Osmolalität ist meist hoch.
2
Häufige Laborkontrollen: Da Glukose durch Insulin- und Flüssigkeitstherapie in die Zellen gelangt, ändert sich auch der Natriumwert. Na-Spiegel sind dynamisch; Labortests sollten regelmäßig wiederholt werden.
3
Rolle der Hillier-Formel: Die Katz-Formel (1973) verwendet einen Faktor von 1,6 pro 100 mg/dL Glukoseanstieg, während Hillier (1999) argumentiert, dass 2,4 mEq/L bei größeren osmotischen Verschiebungen genauer ist. Die Kenntnis beider Werte stärkt die klinische Beurteilung.